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AUSSTELLUNG

25.06.2010 - 25.07.2010

Jürgen Meyer-Isenmann


Vernissage am Freitag, den 25. Juni 2010, 19 Uhr

Meine Bildobjekte sind Arrangements verschiedener Materialien wie Holz, Textilien, Leder und Anderes. In vielfältigen Schritten erarbeite ich daraus abstrakte Gegenstände, deren Oberflächen in eine intensive Beziehung zum Licht treten. Dazu sind die Lösemittel vom Pigment isoliert und verschiedene Lacke entwickelt. Farbe ist nicht ausgeschlossen. (...) Mein Tun ist ein Wechsel von handwerklicher und geistiger Tätigkeit. Die Gestaltung ist dabei durchaus am Ende der Malerei, hin zum Konzeptionellen anzusiedeln. Das Geistige äußert sich in der Kommunikation und im Text. Durch dieses Hin und Her ergibt sich ein intermittierender Arbeitsprozess, aus dem heraus nur wenige Objekte entstehen.

Es ist ein Abstand, der mir meine Bilder verdeutlicht, eine Anonymität, und beides ermöglicht mir mehr Relation. Durch die Zeit, ein Unterbrechen und Abwarten, verändere ich meine Gedanken zum unfertigen Werk, womit ich den kurzweiligen Effekt untergrabe und die Kunst näher zur Realität bringe. Alles Andere erscheint mir als Erpressung durch den eigenen Geschmack.

Von Bedeutung sind Widersprüche, ich verstehe sie als Teil eines größeren Zusammenhangs. Dinge, die von Wert und Dauer sind, brauchen Zeit und Widerspruch. Ähnlich halte ich es mit den Gattungen, sie sind Nebensache, vielleicht zum besseren Verständnis, für meine Arbeitsweise taugen sie wenig. In Gattungen zu denken heißt von Definitionen auszugehen, das mindert Potenzial, und da die Kunst zur Antinomie fähig ist, scheint mir ihr Potenzial gar unendlich. So vermeide ich Routine um aufmerksam zu sein, wobei mir die Grenzen zwischen Wiederholung und Veränderung bewusst werden, sie liegen in unserem Empfinden. Oft scheint Gleiches nur gleich zu sein. Es ist die Suche nach einer ehrlichen Vielfalt mit dem dazugehörigen Verständnis. (...)

Öffnungszeiten der Galerie: Samstag 11-15 Uhr, Sonntag 11-13 und 15-17 Uhr und nach Vereinbarung




Das sagt die Presse:

Zu sehen sind rund zwanzig Werke, vor allem in Öl auf Leinen, Holz, Leder oder Spiegelglas. Oft sind die Farbschichten sehr dick, manchmal wirken sie fast speckig. Meyer-Isenmann trägt auf und trägt wieder ab, schafft gealterte Oberflächen, kratzt oder zeichnet darauf feine Linien. Die meisten Bilder versieht er mit Titeln, die dem Betrachter "einen Anstoß für den Weg ins Bild" geben sollen. Schon am Eingang stößt der Besucher auf das mit "Erinnerungen an Paul Valéry" betitelte Bild, das Meyer-Isenmanns Nähe zur Philosophie illustriert.

Am eindringlichsten gerät der kunstvoll inszenierte Blick in die Werkstatt des Künstlers, der im kleinsten Raum der Galerie mit eigens für diese Ausstellung improvisierten Klavierklängen unterlegt ist.

Juliana Eiland-Jung in der Badischen Zeitung, 28. Juni 2010



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Lexikon der Gegenwart, 2008
Öl und Spiegelglas auf Holz, Textilien
64 x 39 cm



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