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AUSSTELLUNG

24.06.2011 - 24.07.2011

Alejandro Gutiérrez
Deconstrucción - Fotografie

Vernissage: Freitag, 24. Juni 2011, um 19 Uhr - Der Künstler ist anwesend

Für 4 Wochen werden Fotografien des mexikanischen Künstlers Alejandro Gutiérrez zu sehen sein, der zum ersten Mal in Lahr ausstellt. Die 16 Schwarz-Weiss-Fotografien der Serie “Deconstrucción” sind Detailaufnahmen des städtischen Raumes, dessen Alterungsprozess sich in der Architektur wiederspiegelt. So wie unsere Haut ein Spiegel unserer Lebenserfahrungen und Gemütszustände ist, hinterlässt die Zeit auch auf den Mauern einer Stadt ihre Spuren und verleiht diesen Charakter. Alejandro Gutiérrez hat diese Spuren mit einer einfachen Mittelformatkamera eingefangen und in Form von Tripticos bzw. Dipticos als Cyanotype-Abzüge zu Papier gebracht. Diese Arbeiten wurden zu Ausstellungszwecken digitalisiert und vergrössert.

Die abstrakte Darstellung von Oberflächentextur eröffnet dem Betrachter neue Blickwinkel auf den Alterungsprozess der ihn umgebenden Gebäude, indem sie die Aufmerksamkeit auf Details lenkt, die normalerweise übersehen werden. Der durch die Wahl der Kamera und Bearbeitungsmethoden erzielte optische Effekt der Distanz zwischen Motiv und Betrachter betont den Verlauf der Zeit als Kernkonzept dieses Fotoprojekts.

Der mexikanische Künstler Alejandro Gutiérrez studierte Bildende Kunst und Fotografie in Mexiko Stadt, sowie Kunsterziehung in Madrid. Seit 1991 hat er seine Malereien und Fotografien in über 30 Einzel- und Kollektivausstellungen in Mexiko und Kuba präsentiert. Alejandro Gutiérrez lebt als freier Fotograf in Querétaro, Mexiko, wo er auch als Dozent für Fotografie an der Universidad del Valle de México sowie an der Escuela Avtiva de Fotografía tätig ist.

Kunstgespräch:  Sonntag, 10. Juli 2011, 15 Uhr zur Kaffeezeit

Öffnungszeiten der Galerie:
Samstag 11-17 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr




Das sagt die Presse:

"Mit einem für Mexikaner typischen freundlichen Lachen und unkomplizierter Offenheit ging Gutiérrez auf die Besucher zu, übernahm selbst den Part der angenehm kurzen Begrüßungsrede, erzählte danach im persönlichen Einzelgespräch (…) über die von ihm angewendeten Fotografie-Techniken, zu denen unter anderem die Cyanotype-Technik oder die Palladium-Technik gehören. Nebenbei verriet er, dass die Kamera, mit der die Aufnahmen entstanden sind, keineswegs ein hochwertiges High-Tech-Gerät gewesen sei und unterstrich damit, was Fotografie zur Kunstform macht: das aufmerksame Auge des Fotografen.

Gutiérrez hat diese Fähigkeit des aufmerksamen Hinsehens in besonderem Maße entwickelt. Ruhig lässt er seinen Blick verharren auf dem, was ihn in seinem Alltag in der urbanen Umgebung umgibt. Bewusst schaut er dabei nicht auf die hochglanzpolierte touristische Seite von Mexico-City, sondern führt den Betrachter in verschwiegene Winkel, zu den Motiven, die seiner Ausstellung den Namen gaben: Deconstruccion urbana – im Verfall begriffenes städtisches Gemäuer. Doch bei Gutiérrez wird diese fotografische Bestandsaufnahme nicht zu einer schonungslosen Abrechnung, zur Anklage mit dem erhobenen Zeigefinger – ganz im Gegenteil. Er findet Spuren des Verfalls, die er durch Nahsicht der Strukturen abstrahiert und ästhetisiert. Das Schwarz-Weiß seiner Fotografien trägt zur Verfremdung und Abstraktion der Strukturen bei. Genauso wie das Serielle seiner Bilder, die stets drei Motive auf Kontaktabzügen zusammenfassen. Dass er diese ästhetische Dekonstruktion der Stadt mit dem Retro-Medium der Fotografie auf Rollenfilmmaterial festhält, verleiht seinen Arbeiten eine zusätzliche melancholische Note. Sie werden so zu einem Abgesang auf das analoge Zeitalter.

(…) Das verleiht seinen Bildern etwas Weiches, Zauberhaftes, Geheimnisvolles."

Ulrike Le Bras in der Badischen Zeitung vom 28. Juni 2011



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